Henrik Baus holt zerrupften Aar

Neuer Voßwinkler Jungschützenregent stammt aus einer Königsfamilie. Auftaktmit der vierten Beach-Party bestens gelungen. Wetter spielt zwei Tage mit.


Mit einer gut besuchten Beach-Party, der vierten übrigens, wurde am Samstag das 19. Jungschützenfest der Voßwinkeler St. Johannes-Schützenbruderschaft. Die Stimmung stieg von Stunde zu Stunde an. Die zumeist jungen Gäste wurden von Jungschützen-Kompanieführer Marco Hauschulte herzlich begrüßt. Gestern Morgen wurde dann auf „Höppen Kopp“ der neue Jungschützenkönig ermittelt.

 

Das spannende Schießen, musikalisch begleitet vom Spielmannszug Voßwinkel, bei dem sich anfangs bis zu zehn Jungschützen um die Königswürde bewarben, verfolgten auch Jungschützen-Abordnungen u. a. aus Bachum, Echthausen, Wimbern, Menden-Brockhausen und des Jägervereins und der Schützenbruderschaft aus Neheim. Es dauerte 37 Minuten, dann hatte mit dem 172. Schuss der 22-jährige Fliesenleger Henrik Baus den arg zerrupften Vogel aus Sperrholz von der Stange geschossen. Vor 12 Jahren war er bereits Kinderkönig im „Dorf der schlauen Füchse“.

Und er kommt aus einer echten Königsfamilie, denn seine Eltern, Claudia und Rüdiger Baus, waren 1990/91 die Regenten im westlichsten Arnsberger Stadtteil. Wie gesagt, es war ein spannendes Vogelschießen auf den von Heinz Bertram und einigen Jungschützen gebauten Aar, der dekoriert war mit Feuerwehrmotiven und dem Voßwinkeler Wappen. Das hatte sich Vorjahreskönig Thorsten Peithner gewünscht, der aktiver Feuerwehrmann ist.


Angenehme Temperatur

Fand das Schießen 2016 bei Temperaturen von weniger als zehn Grad statt, so waren die 18 Celsiusgrade dieses Mal recht angenehm. Da hatte Kompanieführer Marco Hauschulte keinen Anlass, seine Jungschützen zum Schießen zu animieren, die zu Beginn die Flinten von Hand zu Hand weiter reichten. Es wurde munter drauf los geschossen, was das Zeug hielt. Doch nach etwa 20 Minuten war ersichtlich, dass Henrik Baus sich als einziger ernsthafter Bewerber herausschälte. Seine Kameraden halfen ihm mit Salvenschießen - bis es schließlich klappte und er sich von den Jungschützen feiern ließ. Seine große Freude war ihm anzumerken - auch die seiner Eltern. Sicher wird er in einigen Jahren auch am Schützenfest-Montagmorgen unter der Vogelstange auf „Höppen Kopp“ mal zum Gewehr greifen, um Voßwinkeler Schützenkönig zu werden.

 

Nach dem Vogelschießen und einigen Bierchen gegen den Nachdurst setzte sich der Zug dann wieder in Bewegung in Richtung Schützenhalle, wo das Jungschützenfest stimmungsvoll zu Ende gefeiert wurde. Wenn im kommenden Jahr das 20. Fest gefeiert wird, lassen sich die Jungschützen sicher etwas besonderes einfallen - ließen sie schon mal verlauten...

 Bericht vom 22.05.2017

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