Pfeifenclub Puba nach 11 Jahren wieder Deutscher Meister

120 Pfeifenraucherinnen und Pfeifenraucher aus ganz Deutschland trafen sich in der Samtgemeinde Hemmoor bei Cuxhaven zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Pfeifelangsamrauchen. Auch der Voßwinkeler Pfeifenclub Puba war mit fünf Pfeifenrauchern vertreten.

Zu den Wettkampfregeln: Jeder Teilnehmer erhält ein Starterset bestehend aus einer neuen Bruyèreholz-Pfeife, einem Holzstopfer von ca. 1 cm Durchmesser, exakt drei Gramm Tabak und zwei Streichhölzern. Ziel des Wettkampfs ist, die Pfeife möglichst lange unter Dampf zu halten. Die Teilnehmer haben fünf Minuten Zeit, die Pfeife zu stopfen. Auf das Kommando „Feuer frei!“ müssen die Pfeifenraucher die Pfeife innerhalb von einer Minute mit Hilfe von maximal zwei Streichhölzern anzünden.

Parallel zur Einzelwertung wird auch der Titel des Mannschaftsmeisters ermittelt, wobei eine Mannschaft aus max. vier Rauchern besteht. Dabei werden jeweils die drei besten Rauchzeiten gewertet.


Mannschaftsbild von links: Andreas Schreiber, Andreas Giese, Uli Schäfer und Wilfried Köhler

Bereits nach 22 Minuten und Platz 72 meldete Puba-Chef Andreas Schreiber „Feuer aus!“. Für den Puba war aber noch nichts verloren, drei Pfeifenraucher des Puba-Teams waren ja noch im Wettkampf. Schreiber hielt sich aber nicht lange mit Lamentieren auf, sondern nutzte die Situation geschickt als perfekter Coach für seine noch rauchenden Clubfreunde mit wertvollen Taktik-Tipps auch aufgrund seiner langjährigen Erfahrung. So konnte Andreas Giese mit einer Zeit von über 51 Minuten und Platz 17 zu einem guten Mannschaftsergebnis beitragen. Giese wäre vor dem Wettkampf mit dieser Zeit sicherlich nicht zufrieden gewesen. In Anbetracht des sehr trockenen Tabaks, der schnell wegbrannte, war die Zeit aber eine solide Basis für ein gutes Mannschaftsergebnis. Wilfried Köhler rauchte dann rund 67 Minuten und erreichte sogar Platz 5. Noch besser machte es Uli Schäfer, der mit gut 76 Minuten sogar Platz eins erreichte und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte und zum insgesamt fünften Mal Deutscher Meister wurde. Die Zeiten insgesamt waren zwar in den Vorjahren deutlich besser, aber die Bedingungen waren letztlich aber für alle Teilnehmer gleich. Puba-Raucher Fjodor Tkachenko aus Essen erreichte als Einzelraucher mit gut 40 Minuten Platz 30.

Dann ging das große Rechnen los. Welchen Platz würde der Puba in der Mannschaftswertung erreicht haben? Die Pubisten wussten: es wird mit Sicherheit zu Platz 2 reichen, vielleicht auch zu mehr. Bei der zwei Stunden später stattfindenden Siegerehrung war der Jubel dann aber riesengroß, denn tatsächlich hatte das Team Puba mit einer Mannschaftszeit von 3 Stunden 14 Minuten und 27 Sekunden genau 6 Minuten und 2 Sekunden Vorsprung vor dem Favoriten Pfeifenclub Großschwarzenlohe (bei Nürnberg). Damit wurde der Puba unter 21 Mannschaften Deutscher Mannschaftmeister. Zuletzt konnte der Puba im Jahr 2004, ebenfalls in Hemmoor, diesen Titel gewinnen.

Klar dass der Erfolg bis tief in die Nacht gefeiert wurde.

Foto und Bericht: Andreas Schreiber, 12.09.2015