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In Voßwinkel geht es bajuwarisch zu

Die neue Voßwinkler Oktoberfestkönigin heißt Anna Rickenbrock. Beim zünftigen Fest im Dorf der schlauen Füchse wurde sie gekürt.

Während in München am Samstag das 184. Oktoberfest begann, wurde es auch in der Voßwinkeler Schützenhalle bayrisch. Gaudi in Dirndl und Lederhose war angesagt beim Oktoberfest der Schützenbruderschaft, das in diesem Jahr zum 12. Mal gefeiert wurde. Ermittelt wurde auch wieder eine Oktoberfestkönigin durch einen spannenden Schießwettkampf, an dem sich 25 Damen aus dem „Dorf der schlauen Füchse“ beteiligten.

Metallherzen als Ziel
Mit dem Luftgewehr wurde auf 21 herzförmige Metallplättchen geschossen. Den Wettkampf eröffnete die Vorjahreskönigin Uta Jochheim. Mit dem 40. Schuss mit dem Luftgewehr stand nach 20 Minuten fest, wer das letzte Kläppchen geschafft hatte: Anna Rickenbrock ist die neue Voßwinkeler Oktoberfestkönigin. Die 25-jährige studierte Produktionsplanerin, beschäftigt bei einer Duisburger Software-Firma, freute sich riesig über ihren royalen Erfolg.

Ver­an­stal­ter des Ok­to­ber­fes­tes ist seit 2005 die Schüt­zen­bru­der­schaft St. Jo­han­nes.

Bevor Schützenkönig Bernd Hüffer den obligatorischen Bierfass-Anstich vornahm, wurde Anna Rickenbrock von Schützenoberst Matthias Winkler in der „Krachledernen“ unter dem Beifall der feierwilligen Gäste proklamiert mit einem dreimal Hoch. „O’zapft is!“ Mit diesem Ausruf eröffnete das amtierende Königspaar Bernd und Imke Hüffer das Oktoberfest.

Schützenoberst Matthias Winkler begrüßte auch wieder zahlreiche Gäste aus der Nachbarschaft - und natürlich das „Bodensee-Quintett“, das zum dritten Mal in Voßwinkel gastierte.

Die fünf Musikanten, die auf Konzerten im In- und Ausland aufspielen, übernahmen den musikalischen Part und sorgten wieder für eine tolle Atmosphäre und ausgelassene Stimmung. Sie brachten nicht nur bayrische oder österreichische Blasmusik zu Gehör, sondern auch die neuesten Hits. Und sie sind gerne zu Gast im Sauerland. Auf die Frage, was ihnen hier am besten gefällt, sagte ihr musikalischer Leiter: „Die Madeln in ihren feschen Dirndln“.

In der geschmückten Schützenhalle ging es recht bajuwarisch zu. Fast alle Besucher, von der jungen bis zur älteren Generation, sah man im bayrischen Outfit: Krachlederne und Dirndl. Und es wurde nur original bayrisches Bier gezapft, in großen Humpen serviert. „Feiern wie die Bayern“ kam auch dieses Mal gut an und die Oktoberfest-Besucher genossen das Spektakel.

Leberkäs und Weißwurst
Passend gab es auch wieder typisch bayrische Speisen, wie etwa Leberkäs oder Weißwurst - und das eine oder andere Maß Bier wurde über die Theke gereicht. Am gestrigen Sonntag begann der Frühschoppen um 11 Uhr. Dazu gab es wieder die zuvor erwähnten bayrischen Schmankerl und stimmungsvolle Musik vom „Bodensee-Quintett“.

„Gaudi in Dirndl und Lederhose“ - das erfährt in Voßwinkel bestimmt auch im kommenden Jahr seine Fortsetzung, wenn die Schützenbruderschaft zum 13. Oktoberfest in die Schützenhalle einlädt. Denn eines ist klar: Das Oktoberfest ist längst nicht nur eine Veranstaltung für Bayern, in Bayern, sondern ein Feier-Export,

Hin­ter­grund Das Bo­den­see-Quin­tett

Das Bo­den­see-Quin­tett war schon 2015 und 2016 zu Gast in Voß­win­kel. Die fünf ste­hen seit 1989 auf den Büh­nen in Ös­ter­reich, der Schweiz, den Be­ne­lux­län­dern, Spa­ni­en, Ame­ri­ka ge­nau­so zu Hause.

Bericht vom 18.09.2017